ÖSTERREICH I SCHE HOTELVERTRA GSBEDI NGUN GEN ( ÖHVB)
(bes chl osse n b ei d er 93 . Aus sch ußsi t z ung
des Fa chv erb an des Hot elle rie am 23 . Septemb er 19 81 )
§ 1 All gemein es
Die ( allgemei ne n) Öst err eichi sch en H ot elver tr ags bedi ng un ge n st ellen jen en Vert rag sinh alt da r, z u welc hem die öst err eichi
-
sch en B eh er ber ge r ü blich er w eise mit ihre n G äst en B eh er ber gu ngs
-
v ert r äge ab schli en.
Die Öst er reic hisc hen Hot elve rt rag sbe di ngu ng en s
chlie ß en S ond er
-
v erei nb ar u nge n ni cht aus .
§ 2 V ert ra gsp art ne r
(1) Als Ve rtr ags pa rtn er des Beh er be rge rs gilt im Z w eifels falle de r Be stell er, au ch we nn er r a nd er e n amentlic h g en a nnt e Pe r
-
s on en bes tellt od er mit best ell t ha t.
(2) Die B ehe rb er gu ng i n An
s pr uch ne h mende Per son en sin d G äste im Sinn e der Ver tra gsb edi ng un gen .
§ 3 V ert ra gsa bschl , An z ahl un g
(1) De r Be her be rg ung sve rtr ag kommt i n d er R eg el d urc h di e An
-
n ahme de r s chriftli che n o de r mü ndlich en Best ellu ng des Gas tes du rch d en B ehe rb er ger zu stan
de.
(2) Es kann ve rein ba rt w er den , d d er Gast ein e An z a hlun g lei stet .
(3) De r Be her be rg er kan n a uch di e Vor aus z ahl ung d es g esamt en v er ein bar te n Entg eltes ve rla nge n.
§ 4 B egi nn und En de der Beh er be rg un g
(1) De r G ast hat das Rec ht, die gemie t ete n Rä ume
a b 15 U hr des ve rei nba rt e n Tag es z u b e zie he n.
(2) De r Be her be rg er hat da s Re cht, r den F all, d d er Gast bis 18 Uh r d es v erei nb art en A nkunfts tag es nicht e rsch e int, v om
Vert ra g z urü ckzu tre te n, e s sei den n, da ß ei n s pät er er A nkunfts
-
zei tp u nkt ver einb a
rt wu rd e.
(3) Hat de r G ast ein e An z ahl un g g eleist et, s o bl eibt (bl eib en ) d ag ege n der Ra u m (die R äume ) bi s sp äte ste ns 12 U hr d es fol ge n
-
de n Tag es res ervi ert .
(4) Wird ein Zimmer er stmalig vor 6 U h r fr üh i n An spr uch g e
-
nommen, so z ähl t die vo rhe rg eg an gen
e N acht als ers te Über na ch
-
tu ng.
(5) Die gemiet ete n R äume sind du rc h d en G ast am Tag de r Ab reis e bi s 1 0 Uh r frei z umac hen .
§ 5 R ücktritt vom Be he rbe rg un gsve rtr a g
(1) Bis sp äte ste ns drei M on ate vor d em ver ein bar te n Ankunf tsta g d es Gast es kann de r Be he rb e
r gun gsv ert ra g o hn e E ntric htu ng ein er St or no ge büh r v on bei d en Ve rt rag spa rt ner n dur ch eins eitig e Er
-
kläru ng auf gel öst w er den .
Die Sto rn oerklär un g mu ß bis sp äte ste n s dr ei M on ate vo r d em ve r
-
ein bar te n A nkunftst ag des Ga stes in de n Hä nd en des V ert ra gs
-
pa rtn e
rs sei n.
(2) Bis sp äte ste ns eine n M o nat vor d e m verei nb art en A nkunfts
-
t ag des Ga st es kann de r Be he rb erg un gsv ert ra g vo n bei den Ver
-
tr ag spa rtn er n d urc h eins eit ige Erklär un g a ufg elö st we rd en, es i st j edo ch eine Sto rn oge hr im A usmaß d es Zimmer pr eise s fü r d
rei Tage zu
be z ahle n.
Die Sto rn oerklär un g mu ß bis sp äte ste n s ein en M o nat vo r d em ve r
-
ein bar te n Ankunftst ag des Ga stes in de n Hä nd en des V ert ra gs
-
pa rt ner s sei n.
(3) De r Be her be rg er hat da s Re cht, r den F all, d d er Gast bis 18 Uh r d es v erei nb art en A nk
unfts tag es nicht e rsch e int, v om Vert ra g z urü ckzu tre te n, e s sei den n, da ß ei n s pät er er A nkunfts
-
zei tp u nkt ver einb art wu rd e.
(4) Hat de r G ast ein e An z ahl un g g eleist et, s o bl eibt (bl eib en ) d ag ege n der Ra u m (die R äume ) bi s sp äte ste ns 12 U hr d es fol ge n
-
de n T
ag es res ervi ert .
(5) Auch we nn de r G ast die bes tellt en Räume b z w. die P ensi ons
-
l eistu ng nic ht in A nsp ruc h nimmt, ist e r d em Beh er ber ge r g eg en
-
ü ber zu r Be z ahl un g d es verei nb art en Ent gelt es v erp flicht et. Der Behe rb er ge r muß jed oc h in A b zu g b rin gen , was e r
sic h inf olg e
Nichtin ans pr uch na hme s eine s L eistu ng san geb ots ers pa rt od er w as er du rch a nde r wei tige Vermie tun g der b estellt en Räume er halt en
hat . Erf ah ru ngs gemä ß w er de n in de n meist en Fäll en die Ersp aru n
-
ge n d es B etri ebe s inf olg e d es U n ter bleib ens de r Leis
t un g 2 0 Pr o ze nt
des Zimmerp reis es s o wie 30 Pro z en t d es Ve rpfl eg ung s
-
pr eises be tra ge n.
(6) Dem Be he rbe rg er obli egt es, sich u m eine an de r weiti ge V er
-
mietu ng de r n icht in Ans pru ch ge nommen en R äume den Umstä nde n ents pr ech en d zu b emü hen 1 107 ABGB).
§ 6
B eistell un g ei ne r Ers at z unt erkunf t
(1) De r Be her be rg er kan n d em Ga st ei ne adä qu ate Ers at zu nte r
-
kunft z ur V erf ügu ng stell en, w e nn dies dem G ast z u mutba r ist, be son de rs w eil di e Ab w eich ung ge rin gfü gig un d s achlic h g er ech t
-
f ertig t ist.
(2) Eine sac hlich e
Re chtf er tigu ng ist be ispiels w eise da nn ge
-
g eb en, we nn de r Raum ( die ume) un ben üt z ba r g e wo rde n si nd, be
-
r eits ein qu arti ert e G äst e ihre n Auf en thal t ve rlä ng er n o der so nsti ge wic htig e bet riebli che M na hmen di ese n Sch ritt be ding en .
(3) Allfällig e M eh ra uf
w end un ge n f ür da s Ersa t zq uar tie r g ehe n auf K ost en des Behe rb erg ers .
gemeld et hat .
(4) S
ons t h at de r G ast bei Leist un gsb er eitsch aft de s Be her be r
-
ge rs, w en n e r d ie ve rei nba rte n M a hl zeit en nich t in ne rh alb der übli che n Ta ges z eite n und in de n hi efü r b estimmten umlich
-
keite n in Ansp ruc h nimmt, kein en E rsat z an spr u ch.
§ 8 Pfli cht en des Ga stes
(
1) Bei Be en dig ung d es Be he rbe rg un g svert ra ges ist das ver ein
-
b art e En tg elt z u b e za hle n. Fr emd hru ng en w er de n vom Beh er be r
-
ge r n ach T unlic hkeit zu m Tageskurs i n Zahl un g g en ommen.
Der B ehe rb er ge r ist nicht ve rpflic ht et, b arg eldl ose Za hlu ngs
-
mittel wie Sc h
eck s, Kre ditkart en, Bon s, Vo uch ers us w an z u
-
n ehme n.
Alle bei Ann ahme die ser Wertpapie re n ot we ndi gen Kost en, et w a f ür Tel eg ram me, Erkundi gu nge n us w geh en zu Las t en des Gas tes.
(2) Wenn Nah run gsmittel o der Ge tr änke im Beh er ber gu ngs bet rie b e rh ältlich si nd,
ab er do rthi n mitg ebr ach t u nd i n ö ffe ntlich en R äume n v er z eh rt w erd en, so ist de r Be he rb er ger b ere chti gt, ein e a ng emesse ne E nts
c digu ng in R ech nu ng z u st elle n (s og en an ntes
"Stopp elgel d" b ei G etr änken ).
(3) Vor I n bet rie bna hme v on elektrisc he n Ge ten , wel ch
e vo n d en Gäs te n mit geb rac ht w er de n u nd w elch e nicht zum üblic he n Reis e
-
be da rf geh ör en, ist die Zus timmung des Beh er be rg ers ein z uh olen .
(4) F ür de n vom Gast ve ru rsac hte n Sc had en gelt en die Vor sch rif
-
te n d es Sc h ade ne rsat z r echt es. D ah er ha ftet d er G ast f ü
r j ed en Sc ha de n u nd N ac hteil, de n d er B ehe rb er ger o der d ritte Per son en du rch sein Ver sch ulde n ode r dur ch da s Versc hul de n s ein
e r Be
-
gl eite r ode r
and er er P ers on en, r di e e r ve ra nt w ort lich ist, erl eid et, un d z w ar auc h d an n, w enn de r G esc digt e b er echti gt
is t, z ur Schad en ers at zl eistu ng dir ekt de n Be he rbe rg er i n An
-
sp ru ch z u n ehme n.
§ 9 R ech te des Beh er be rge rs
(1) Ver w eig ert de r G ast die Z ahlu ng de s be du nge ne n En tgel ts o de r ist er d amit im Rückstan d, s o st eh t d em In hab er d es Be her
-
ber gu ngs bet rie bes da s R
e ch t zu, z ur Sich eru ng sei ner F or de run g a us d er B eh erb er gu ng un d Ve rpfl eg ung so wie sein er A usla ge n f ür de n G ast,
die eing eb rac hte n Sa che n z ur ückz ube halt en. 97 0 c AB GB g eset z lich es Zur ückbeh altu ngs rec ht. )
(2) De r Be her be rg er hat zu r Sich ers tell ung de s v
e rei nb art en E ntg elts das Pfa n drec ht an de n v om Gas t ei ng ebr ach te n Geg en
-
st än de n. ( § 110 1 ABGB ges et zlic hes Pfa ndr ech t d es B ehe rb er
-
ge rs. )
(3) Wird das Se rvice im Zimmer des G astes o der zu au ße rg e hn
-
lich en T a ges z eite n v erla ngt , s o ist de r Be her be r ger b
e rec hti gt, daf ür ein S on der en tgel t z u ve rla ng en; dies es S on der en tgel t ist j edo ch auf de r Zimmerp reist afel au s zu z eichn en . Er k
an n di ese L eistu ng en
aus bet rie blich en Gr ünd en au ch abl ehn en.
§ 1 0 Pflich te n d es Be he rb erg ers
(1) De r Be her be rg er is t ve rpfli cht e
t, die verei nb art en Lei stu n
-
ge n in ein em de m Stand ar d e ntsp re che nd en Umfan g z u e rbri ng en.
(2) Aus z eich nu ngs pflich tige Son de rleist ung en des Beh er be rg ers,
die nicht im B eh erb er gu ngs ent gelt inb e griff en sind :
a) So nd erl eistu ng en de r Be he rbe rg un g , die ge son de
rt i n Re chn un g
gest ellt w erd en könn en, wi e die B erei ts tellun g v on S alo ns,
Saun a u nd Halle nb ad, Sch wimmba d, S olari um, Stock we rkbad,
Gar agi eru ng us w.
b) f ür die B er eitst ellun g v on Zu sat z
-
b z w. Kind er bett en wir d
ein ermä ßigt er P reis be rec hn et.
(3) Die aus ge z
eich net en Preis e hab en I nklusivpr eise zu sein .
§ 1 1 Ha ftu ng des Beh er be rge rs f ür Sch äde n
(1) De r Be her be rg er haf tet für Sch äd en , die ein Ga st e rlei det, we nn sich de r S cha den im Rahme n des B etri eb es e rei gne t h at und
ihn o der sei ne Di ens tn eh mer ei n Ve rsch
uld en t rifft .
(2) Haft un g f ür ein ge bra cht e G eg enst ä nde . Da be r hi nau s h aft et d er Beh er b erg er als V er w ahr er r di e vo n den a uf gen ommene n G
äst en ein geb rac ht en S ach en bis z u ei nem Hö chst be tra g v on S 15. 00 0,
- -
, s ofe rn er nich t b e weis t, da ß d er Sc ha de n we de r
d urc h i hn od er
eine n s eine r Di enst ne hmer ver sch uld et noc h d urc h f remd e, im Ha us aus
-
u nd eing eh en de P ers one n v er urs acht wu rd e.
Unte r di ese n Umst änd en ha ftet d er B e her be rg er f ür K ost barkei
-
te n, G eld un d W ertpapier e bi s zu ein em Höc hst bet ra g vo n S 7 .5 00,
--
,
es s ei den n, da ß e r di ese S ach en i n Ke nnt nis i hre r Be sch aff e nhei t in V er w ah run g gen ommen hat od er da ß d er Sc ha de n vo n i hm sel
b st
ode r s eine n Di enst ne hmer n v ersc hul de t wur de un d er dah er un bes ch ränkt h aft et. Ein e Abl eh nu ng de r Ha ftu ng du rch Anschl ag is t r
e
chtli ch oh ne Wirkung.
Die Ve r wa hru ng vo n Kos tba rkeite n, G e ld u nd Wertpa pier en kann v er w eig ert w erd en, we nn es sic h um w es entlic h we r tvolle re Ge gen s
nd e h an delt, als Gäs t e d es b etr eff en de n Bet rie bes ge
-
hnl ich in V er w ah ru ng ge ben . Ve rein ba ru n gen , d urc h w
el che di e Ha ftu ng unt er
das i n d en obi ge n Abs ät z en ge nan nt e M a ß h er ab ge
-
set z t w erd en soll, sin d u n wirksam. Sac he n g elte n d an n al s ei n
-
geb rac ht, w en n si e v on eine r im Die nst des B eh erb er gu ngs bet rie
-
b es st eh en d en Pe rso n übe rn ommen ode r an eine n von dies er
z ug e
-
wies en en, hief ür
bestimmte n Plat z g ebr ach t we rd en. ( I n sbes on
-
d er e § § 9 70 ff. ABGB .)
§ 1 2 Tier halt un g
(1) Tiere d ürf en nu r n ach vo rhe rig er B e willig un g u nd alle nfall s g ege n eine b es ond er e Ve rg ütu ng i n d en B eh er ber gu n gsb etri eb ge
-
b rac ht w er den .
I n
d en S alo ns, Ges ellsch afts
-
u nd Rest aur ant umen rfe n sic h Tier e nicht a ufh alte n.
(2) De r G ast haft et f ür de n Sc ha den , d en mitg eb rac hte Tiere a n
-
richt en, e nts prec he nd de n f ür de n Tier halt er gel ten den ge set z
-
lic hen Vor sch rift en 13 20 ABGB).
Dem Beh erb